„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“
Friedrich Nietzsche
Da hat er irgendwie recht, der Herr Nietzsche. Musik ist toll und ich finde es einfach super, dass ich das Glück und die Gabe habe, aktiv Musik machen zu können.
Kompositorisch war ich auch schon mal aktiv, aber allzuviel ist nichr dabei rausgekommen.
Immerhin drei Lieder, die auch auf einer CD veröffentlicht wurden, nämlich auf dem 2006er Album “Kiss The Past Goodbye” der Band Wet Desert
Hier sind die Songs zum Anhören:
Free
Without You
Did You Ever
Sascha und die Musik
Vor einigen Wochen erzählte mir meine Mutter, wie ich schon im zarten Alter von 4 Jahren mit einem Tennis-Schläger in der Hand auf einem Camping-Platz meine ersten Auftritte vor einer Handvoll Kinder aus den Nachbarzelten absolvierte.
Der wirkliche Bezug zum Singen kam erst sehr viel später: Mit 18 Jahren sang ich das erste Mal vor einem größeren Publikum. Und zwar auf Jens Jägers und meiner Geburtstagsfeier (wie peinlich, auf der eigenen Geburtstagsfeier). Das dargebotene Liedgut war “Heaven” von Bryan Adams. Knapp einen Monat später hatte ich schon einen “Folge-Gig”. Dieses Mal live begleitet von meinem Klassenkameraden Daniel Fischer. Ich glaube, wir haben 3 Songs gespielt und ich hatte ein sehr zweifelhaftes Outfit an.
Top Secret
Knapp ein Jahr später war ich dann Frontmann einer Band namens “Top Secret” und wir hatten einige ganz gute Auftritte und sogar einige eigene Songs. Unser erster öffentlicher Auftritt (und damit mein erster mit einer “richtigen” Band war am 2. Oktober 1992 in Rodenbach auf einer gemeinsamen Geburtstagsfeier mehrerer Freunde und Bekannten.
So spielten wir zum Beispiel zusammen mit ca. 5000 anderen Bands im Vorprogramm von PUR bei deren Unplugged-Tour in Kaiserslautern. Mit von der Partie waren zum Beispiel “21´s Dream”, “Sleazy”, “Vanden Plas” und auch “Scarlett” mit Markus Pfeffer an der Gitarre!
Ich bin dann aber aus der Band geflogen, weil ich nicht gut genug war. Hat aber alles seine gute Seite, denn ich wäre heute wahrscheinlich immer noch so mies wie damals…
Landslide
Die nächste Station in meinem musikalischen Leben hieß “Landslide”. Wir konnten erste Achtungserfolge feiern, unter anderem den zweiten Platz beim “Goldenen Schaf”-Wettbewerb, den damals Wet Desert gewann. Wir hatten damals schon den Ansporn, ausschließlich eigene Sachen zu machen und wenn ich alt genug bin, kriegt man sicherlich auch mal die eine oder andere Aufnahme zu hören, aber wirklich gut war ich damals nicht und momentan bin ich noch zu eitel, um diese Aufnahmen der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Landslide wurde dann aber durch personelle Umbesetzungen auseinandergerissen, man versuchte zu retten, was zu retten ist, die Band versuchte sich unter dem Namen Baby Fischmaul als Coverband, aber es half nichts: Landslide war erledigt.
Das “Robbie Williams-Syndrom”
Allerdings knüpfte ich zu dem Zeitpunkt erste Kontakte zu einem jungen Mann namens Timo Holstein, wir machten Donnerstags abends die Markthalle in Kaiserslautern unsicher und aufgrund der Tatsache, daß ich notorisch pleite war, half ich des öfteren bei SNAILSHOUSE aus.
Als Kistenschlepper…
Jaha, das war der harte, steinige Weg vom Kistenschlepper zum Frontmann: Immer öfter sang ich den einen oder anderen Song mit und irgendwann bekam ich dann mein eigenes Lied: “Let me entertain you” – damit nahm das “Robbie-Williams-Drama” seinen Lauf…
Wet Desert
Zu dem Zeitpunkt war ich schon bei Wet Desert eingestiegen und in dieser Besetzung eroberten wir langsam, aber sicher Südwestdeutschland. Die Tatsache, daß wir fast ausschließlich eigene Songs spielten hat dann zwar einige Veranstalter abgeschreckt, uns aber ein sehr textsicheres Publikum beschert (sehr zu meinem “Leidwesen”, denn meine Textsicherheit ist nach wie vor recht tagesformabhängig). Wet Desert lief eine Zeitlang sehr erfolgreich und dann kam der große Hammer: Benji Rusch, Songwriter und Gitarrist der Band bekam einen Studienplatz in Oxford. Mit ihm zusammen verließ auch Keyboarder Matthias Brunn die Band und die restlichen vier waren erstmal eine Zeitlang damit beschäftigt, die neuen Musiker einzuarbeiten. Die Regelmäßigkeit der Konzerte ließ ein bißchen nach und der “Workaholic” in mir fing an, unruhig zu werden.
High Moon
Also ging ich meiner “Coverlust” nach, indem ich mich als Frontmann der Band High Moon versuchte – endlich war ich mal in einer Band das Nesthäkchen. High Moon hatte sich vorgenommen, exakt am Mainstream und an dem, was jeder spielt, vorbeizurutschen und das Konzept war nicht schlecht. Wir hatten zwei Gitarren (ja, ich durfte tatsächlich) und sogar eine richtig gute eigene Version von “We can work it out/Norwegian Wood”. Nur halt auch nicht superviele Auftritte. Bevor wir daran allerdings etwas ändern konnten, wurde ich “abgeworben”.
Wie man Frontmann wird…
Und das kam so: Bei der Lautrer Musikmesse im Mai 2001 stand ich den ganzen Tag am SNAILSHOUSE/S4-music/finestArts-Stand, trank Unmengen Bischoff-Radlerweizen und ging abends mit einer ganzen Horde Leute auf ein Konzert im Cotton Club. Dort spielte eine Band, die regelmäßig Donnerstags in der Kammgarn spielte, und zwar unter dem Namen “Peppermint Horns”. Und ich stand relativ weit vorne, als “Let me entertain you” gespielt wurde. Der Saxophonist dieser lustigen Kapelle wußte zwar, wer ich war, hatte mich aber noch nie gehört. An diesem Abend sah er mich im Publikum mitplärren, hörte natürlich nix, dachte sich aber: “Irgendwie sieht das so aus, als kann der das”. Wirklich wahr. Also Leute, hört auf mich, wenn ich sage, Ihr sollt mitsingen, es kann was bringen.
Ein halbes Jahr später wurde ich nämlich gefragt, ob ich bei einer Nacht der Stimmen in Landau mitsingen wollte.
Diese fand am 19. Januar 2002 statt und schon eine Woche später stand ich im Lautrer Irish House als Frontmann der Brass Machine auf der Bühne.
Abschiede
Im Sommer 2003 wurde Wet Desert mal wieder umstrukturiert: Frank Lieberich und Johannes Helmling, die mittlerweile in Köln, bzw. Bonn wohnten, verließen die Band und eine Zeitlang passierte erst mal nichts. Anfang 2004 besetzten wir die Positionen Bass (Torsten Krennrich hatte zwischenzeitlich auch seine Interessen verlagert), Keyboard und Gitarre neu.
Die Sache lief auch sehr gut, wir fingen wieder an, Konzerte zu spielen und es gab immer noch sehr viele textsichere Menschen im Publikum. Basser Markus Greiner-Bohlen verließ uns nach einem Jahr wieder und seine Position wurde von Peter Fischer besetzt. Ende 2005 nahmen wir die CD “Kiss The Past Goodbye” auf und ein halbes Jahr später wurde der CD-Titel auf traurige Weise wahr: Ralf Huba, Geiger und Aushängeschild der Band verkündete seinen Ausstieg, was nach einem kurzen Aufbäumen der Band dann zu deren Auflösung führte…Und im Jahr 2008 folgte dann die nächste Trennung: Nach knapp sieben Jahren habe ich beschlossen, die Band Brass Machine zu verlassen. Die Gründe dafür sind vielfältig und wer will, kann mich gerne fragen…
Und weiter gehts…
Aber wie heißt es so schön? Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Und durch den Ausstieg bei Brass Machine hatte ich dann auch ein bisschen mehr Zeit für meine Theater-Karriere (siehe Theater) und konnte mir zusammen mit Frank Schäffer einen musikalischen Lebenstraum erfüllen: Eine Billy-Joel-Tribute-Band.
Und weil es uns nicht genug war, einfach nur die Songs des Meisters zu covern, gaben wir dem Projekt noch eine besondere Note und beschlossen, einige Texte ins Deutsche zu übersetzen und das Ganze in bester “Lyrics-Manier” vorzutragen. Alles weitere erfhährst Du auf der Webseite: www.b-lyrical-joel.com
Zwischenzeitlich habe ich einige Projekte, in denen ich mitwirken darf: Die “Dicken Kinder” rufen mich immer wieder an, das “Trio zu viert Abendroth” sorgt für ruhige Momente zum Träumen, ganz besonders freut mich die Zusammenarbeit mit Frank und Marion La Marché bei “2 Mann und La Mancha” und ein bisschen mehr QUEEN darf ich “Einer Band namens WANDA” singen, die bieten nämlich eine 45-minütige QUEEN-Show an.