Theater

Sascha und das Theater

Ich weiß, was man im Allgemeinen über schauspielernde Sänger sagt. Und jetzt komme ich als halboffizieller “Robbie für Kassenpatienten” und versuche mich auch noch als “Darsteller”. Aber auch hier gibts eine Vorgeschichte:

Ich habe mit 17 Jahren angefangen, die professionelle Theaterluft zu schnuppern. Schon immer hatte mich die Vorstellung, mal in andere Rollen zu schlüpfen fasziniert (fragt mal meine Eltern), ich war natürlich der Klassenclown und irgendwann wollte ich halt wissen, wie das Theaterleben so aussieht. Und diese völlig andere Welt hat mich von Anfang an fasziniert. Irgendwie schien im Pfalztheater die Zeit stehen geblieben zu sein (Böse Zungen behaupten, das lag damals an der völlig veralteten Einrichtung), es herrschte ein sehr angenehmes Miteinander und die Tatsache, dass man auch noch Geld dafür bekam, als Statist ein paar Tabletts zu tragen oder sich als besoffener Soldat anschreien zu lassen, war großartig.

Das Pfalztheater

Ich spielte sieben Jahre lang mal größere, mal kleinere Rollen und hatte einen Heidenspaß. Ein zaghafter Versuch, die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule in Essen zu machen, scheiterte kläglich, weil ich einfach noch zu jung und unerfahren war. Irgendwann ließ meine Lust am Theater nach, zum einen aufgrund personeller Umstruktierungen im Theater und damit verbundenen sehr komischen neuen Verhaltensweisen gegenüber Statisten, zum anderen, weil die Rampensau in mir immer mehr Musik machen wollte, ich quittierte meinen Dienst als Statist und damit war das Thema Theater für mich auch erst mal erledigt.

Capitol Mannheim

Bis zu dem Tag, an dem Rainer Dettling mir den Floh ins Ohr setzte, dass ich mich als Hauptdarsteller für die Produktion “Bal au Moulin Rouge” im Mannheimer Capitol bewerben sollte. Ich war begeistert von dem Film, schnappte mir meine alten Textbücher und fing an, den Hamlet-Monolog vorzubereiten.
Das “Vorsprechen” bestand aus drei Teilen: Gesang, Schauspielerei und Tanz. Der Gesangspart kam Gottseidank als erstes und so konnte ich mir selbst ein bißchen von meiner Nervosität nehmen. Dann ging es ans Schauspielern und ich glaube, dass ich mich ganz wacker geschlagen habe. Jaha, und dann folgte der Tanz-Teil.
Ich sage nur soviel: Ich habe die Rolle nicht bekommen und wenn Frank Schäffer je ein Wort über meinen Auftritt an diesem Tag verlieren sollte, werde ich ihn noch einen Kopf kürzer machen…

Gebracht hats aber trotzdem was, denn der Regisseur des Stücks inszenierte auch das Brass Machine Rocksical “Raumschiff Melody”, wußte durch mein Vorsprechen natürlich von meinem Interesse am Theater und lud mich dann ein, im Mannheimer Dschungelbuch als Shir Khan als Ersatz für Sascha Krebs einzuspringen.

Daraus ergaben sich andere Engangements in Dinner-Shows oder auch im Kindertheaterstück Peter Pan. Mittlerweile habe ich jede Menge Erfahrungen sammeln können, habe in “Einer flog über das Kuckucksnest” die Rolle des hyperaktiven Cheswick gespielt und die nächste Produktion feierte im Jahr 2007 Premiere: “Harold & Maude” – nach dem Kultfilm von Hal Ashby und mit der kongenialen Musik von Cat Stevens.

Abschließend noch eine Auflistung der Stücke, in denen ich mitgewirkt habe:

  • “MARILYN – THE LAST SITTING” – Capitol Mannheim (2011)
  • “I WANT IT ALL” – Blawatzki | Capitol Mannheim (2011)
  • “Victor / Victoria” – King Marchan | Capitol Mannheim (2010)
  • “Harold & Maude” – Harold | Capitol Mannheim (2007-2009)
  • “Einer flog über das Kuckucksnest” – Cheswick | Capitol Mannheim (2006)
  • “Peter Pan” – Verlorener Junge, Pirat | Capitol Mannheim (2005)
  • “Das Mannheimer Dschugelbuch” – Shir Khan | Capitol Mannheim (2005-???)
  • “Raumschiff Melody” – Käptn Jörg | Brass Machine (2004)
  • “DA CAPO? – AN DIESEM DIENSTAG” nach Wolfgang Borchert | Pfalztheater Kaiserslautern (1996) Link zum Regisseur Boris von Poser